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Sachsen

Die Polizeidirektion Chemnitz führte mit Unterstützung der sächsischen Bereitschaftspolizei am gestrigen Montag einen Großeinsatz zur Absicherung zweier Versammlungen im Chemnitzer Stadtgebiet durch. Sowohl die Partei „Die Linke“ als auch die Bürgerbewegung „Pro Chemnitz“ hatten diese Versammlungen im Stadthallenpark bzw. vor dem Karl-Marx-Monument in der Brückenstraße angezeigt und reichlich Teilnehmer mobilisiert. Letzterem Versammlungsleiter war seitens der Versammlungsbehörde ein Aufzug über die Brückenstraße, Theaterstraße, Bahnhofstraße zurück zum Karl-Marx-Monument genehmigt worden. Insgesamt 591 Einsatzkräfte der Polizei waren über die gesamte Zeitdauer präsent, um die Ziele der Deeskalation sowie der strikten Trennung beider Lager umzusetzen.

Bei den beiden Versammlungen kam es zwischenzeitlich dennoch zu Zusammenstößen, wobei nach bisherigen Erkenntnissen insgesamt
18 Versammlungsteilnehmer und zwei Polizisten verletzt wurden. Zu bilanzieren sind überdies bislang 43 Anzeigen – unter anderem wegen des Verdachts des Landfriedensbruchs (2), des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen (10), Körperverletzungsdelikte (11) und Verstößen gegen das Sächsische Versammlungsgesetz (3).

Herausragende Sachverhalte:

Während der Anreisephase war festzustellen, dass insbesondere die Versammlung der Bürgerbewegung „Pro Chemnitz“ regen Zulauf von Teilnehmern aus Berlin, Brandenburg, Thüringen, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen bekam. Unter ihnen waren einige, die dem rechten Spektrum und der gewaltbereiten Fußballszene zuzuordnen sind.

Gegen 18 Uhr kam es zu Störungen im Bereich des Karl-Marx-Monuments, als dem linken politischen Spektrum zuzuordnende Personen versuchten, ein Transparent der Versammlung „Pro Chemnitz“ zu entfernen und zu entwenden. Zur Deeskalation musste eine technische Fahrzeugsperre errichtet werden. Kurz darauf wurde bekannt, dass aus der Versammlung am Karl-Marx-Monument heraus verfassungsfeindliche Parolen gerufen und mehrere Teilnehmer den sogenannten Hitlergruß gezeigt hatten. Dies wurde dementsprechend durch die Beamten vor Ort als auch im Führungsstab dokumentiert und zur Anzeige gebracht. In einigen Fällen konnten vor Ort Tatverdächtige namentlich bekannt gemacht werden.

Gegen 19.40 Uhr kam es zum Einsatz von Pyrotechnik in beiden Versammlungen, gefolgt von gegenseitigem Bewurf mit Flaschen. Zudem war es einer größeren Gruppe an Teilnehmern der Versammlung der Bürgerbewegung „Pro Chemnitz“ gelungen, auf die Gegenseite zu gelangen, um dort entsprechend zu stören und Gegendemonstranten anzugreifen. Dies konnte nur durch den Einsatz unmittelbaren Zwanges sowie des Auffahrens zweier Wasserwerfer unterbunden werden. Es gab bei den Störungen Verletzte beider Lager zu verzeichnen.

Kurz darauf setzte sich der Aufzug über die geplante Strecke in Bewegung. An der Spitze wurden einige vermummte Personen festgestellt, weswegen Anzeigen wegen Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz aufgenommen wurden. Ebenso begannen sich ca. 200 Teilnehmer der Versammlung „Die Linke“ im Stadthallenpark zu vermummen. Auch hier wurden entsprechende Anzeigen gefertigt.

Auf Höhe der Kaßbergauffahrt wurden gegen 20.15 Uhr aus einem Gebäude heraus Glasflachen und Pyrotechnik auf die Teilnehmer des Aufzuges geworfen. Wenig später wurden ca. 35 vermummte Personen im Bereich des „Terminal 3“ in der Brückenstraße festgestellt, die Stühle und Tische aufgenommen hatten und sich verbarrikadierten. Unter dem Einsatz von Pfefferspray wurde die Barrikade durch Einsatzkräfte beräumt.

Gegen 20.30 Uhr wurde bekannt, dass etwa 15 Personen in ein Haus in der Theaterstraße eingedrungen sein sollen und eine Person verletzt worden sei. Neun vor Ort festgestellte Personen wurden einer Identitätsfeststellung unterzogen. Ermittlungen wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung wurden aufgenommen.

Gegen 20.40 Uhr meldete die Besatzung des Polizeihubschraubers, dass sie mit Laserpointern aus zwei verschiedenen Richtungen geblendet worden waren. Zwei Anzeigen wegen des gefährlichen Eingriffs in den Bahn-, Schiffs- und Luftverkehr wurden gefertigt.

Als der Aufzug kurz vor 21 Uhr zu seinem Ausgangsort zurückkehrte, setzte erneut gegenseitiger Bewurf mit Gegenständen zwischen den Versammlungen ein. Gegen 21.10 Uhr wurde die Versammlung der Bürgerbewegung „Pro Chemnitz“ beendet. Kurz darauf fand auch die Versammlung auf der Gegenseite ihr Ende.

Im Anschluss kam es während der Abreisephase immer wieder zu Versuchen gegenseitiger Angriffe. Auch diese konnten größtenteils nur durch konsequentes Handeln der Einsatzkräfte unterbunden werden. Mehrere hundert Versammlungsteilnehmer wurden u.a. zum Chemnitzer Hauptbahnhof begleitet, wobei auch Beamte der Bundespolizei involviert waren.
Gegen 21.35 Uhr wurde bekannt, dass sich ca. 200 Personen in der Hartmannstraße vermummen und mit Stöcken sowie Stangen bewaffneten. Wenig später kam es zu Übergriffen auf ehemalige Versammlungsteilnehmer, die im Begriff waren, abzureisen. Unter anderem wurden wiederum pyrotechnische Erzeugnisse durch Vermummte geworfen. Dabei wurden mindestens zwei Personen verletzt. Es wird wegen des Verdachts des Landfriedensbruchs ermittelt.

Die Anzeiger der Versammlungen hatten vorab rund 1000 („Pro Chemnitz“) bzw. 500 („Die Linke“) Teilnehmer angegeben. Während der Einsatzplanung war aber hinsichtlich des Kräfteaufgebots bereits seitens der Einsatzführung von einer deutlich höheren Gesamtteilnehmerzahl ausgegangen worden. In Summe waren aufgrund offensichtlich bundesweiter Mobilisierung allerdings ca. 6 000 Teilnehmer bei der Versammlung der Bürgerbewegung „Pro Chemnitz“ und weitere
ca. 1 500 Teilnehmer bei der Versammlung „Die Linke“ zu verzeichnen. Dennoch gelang es den Einsatzkräften, die Versammlungsfreiheit und die Sicherheit der Teilnehmer weitgehend zu gewährleisten.

Text: Polizei Sachsen

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Plauen – (ow) Kurz nach 15 Uhr kam es am Donnerstag auf dem Postplatz zu einem Polizeieinsatz, der kurzzeitig zu einer körperlichen Auseinandersetzung führte, bei der die im Einsatz befindlichen Polizeibeamten Pfefferspray einsetzten. Zwei Beamte wurden bei der Auseinandersetzung leicht verletzt, ebenso ein 38-jähriger Mazedonier durch den Einsatz des Pfeffersprays. Dieser lehnte eine ambulante Behandlung jedoch ab.

Hintergrund des Einsatzes war, dass ein 23-jähriger Libyer dem Plauener Amtsgericht vorgeführt werden sollte. Diesen konnte die Polizeistreife auf dem Postplatz feststellen und in den Streifenwagen befördern. Dabei kam es zu Behinderungen der polizeilichen Maßnahmen durch den 38-jährigen Mazedonier, einen 21-jährigen Libyer und einen 16-jährigen Kroaten.

Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte aufgenommen. Der 23-Jährige ist dem Amtsgericht schließlich vorgeführt worden.

Text: Polizei Sachsen

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Seit zwei Tagen wurde ein 33-Jähriger aus Dresden gesucht. Er konnte nun in Königsbrück ausfindig gemacht werden. Derzeit plant die Polizei, die mit einem Großaufgebot von 200 Einsatzkräften vor Ort ist, einen Zugriff. Der Mann hat sich in einem Gebäude einer ehemaligen russischen Kaserne verschanzt und immer wieder auf Einsatzkräfte gefeuert. Die Polizei Sachsen spricht von einem verletzten Beamten. Die Situation ist weiterhin extrem gefährlich. Unter anderem wird die Polizei von Spezialkräfte des SEK und der Bundespolizei unterstützt.

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Reichwalde (LK Görlitz). Gestern Nachmittag ist es im Tagebau im sächsischen Reichwalde zu einem Großbrand gekommen. Auf einer Fläche von zehn mal zehn Meter hat sich dort ein Brand auf der Arbeitsebene der Kohleförderung entfacht. Aufgrund stürmischer Böen weitete sich der Brand gestern auf einer Länge von 2000 Metern aus. Auch die Bandanlage zum Transport der Kohle war auf einer Länge von 700 Metern vom Brand betroffen. Die Werkfeuerwehr der LEAG sowie weitere rund 30 Feuerwehren waren mit mehr als 200 Einsatzkräften vor Ort im Einsatz. Das Feuer hat sich heute aufgrund des Windes erneut entfachen können. Werksfeuerwehr und Freiwillige Wehren konnten mit Unterstützung der Bundespolizei und Bundeswehr durch jeweils einen Hubschrauber den Brand eindämmen. Die Feuerwehren werden noch die ganze Nacht durch den Brand weiter bekämpfen.

Großbrand in Tagebau Reichwalde – 200 Kräfte im EinsatzGroßbrand in Tagebau Reichwalde – 200 Kräfte im EinsatzGroßbrand in Tagebau Reichwalde – 200 Kräfte im EinsatzGroßbrand in Tagebau Reichwalde – 200 Kräfte im Einsatz

Fotos: LEAG.de

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#Meißen. Heute Morgen, gegen 07.15 Uhr gingen Beamte des Polizeireviers Meißen einem Hinweis nach, wonach ein mit Haftbefehl Gesuchter (43) in Radebeul auf dem Parkplatz eines Einkaufsmarktes an der Weintraubenstraße gesehen wurde.

Als die Polizisten vor Ort eintrafen, war er bereits verschwunden. Daraufhin überprüften die Beamten mögliche Aufenthaltsorte des 43-Jährigen. Im Verlauf des Vormittags entdeckte ein Streifenteam den Mann mit einem BMW der
3er Reihe in Krögis. Der Gesuchte bemerkte die Beamten und flüchtete mit seinem Wagen in Richtung Nossen. Die Polizisten nahmen die Verfolgung auf.

Ein weiteres Streifenteam machte den BMW auf der Taubenheimer Straße in Ullendorf (Klipphausen) ausfindig und wollte ihn stoppen. Der 43-Jährige fuhr jedoch auf einen Polizisten zu und rammte ein Dienstfahrzeug. Gleichzeitig feuerte er mit einer bislang unbekannten Waffe auf die Beamten. Ein Polizist machte daraufhin von seiner Dienstwaffe Gebrauch und traf den Wagen des 43-Jährigen.

Der Mann fuhr noch einige hundert Meter, musste das Fahrzeug dann aber stehen lassen und flüchtete zu Fuß in ein ehemaliges Möbelhaus an der Taubenheimer Straße. Die Aufforderung, stehen zu bleiben sowie die Warnschüsse der Polizeibeamten ignorierte der Mann. Er versteckte sich in dem Gebäudekomplex.

Polizeibeamte umstellten daraufhin das Areal und zogen Spezialkräfte des Landeskriminalamtes Sachsen sowie einen Polizeihubschrauber hinzu. Eine sukzessive Absuche des Komplexes blieb ohne Erfolg. Der Aufenthaltsort des 43-jährigen Mannes aus Radebeul ist aktuell nicht bekannt.

Die Fahndungsmaßnahmen dauern an. Die Kriminalpolizei hat die weiteren Ermittlungen übernommen. In diesem Zusammenhang wird auch die Schusswaffenanwendung der Polizeibeamten geprüft.

Pressemeldung der Polizei Sachsen

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Leipzig (ots) – In der Nacht vom 16. auf den 17. Mai 2017 trainierte die Bundespolizei gemeinsam mit der Polizeidirektion Leipzig das Vorgehen gegen bewaffnete Attentäter im Hauptbahnhof Leipzig.

In der gestrigen Nacht sahen sich Bundespolizisten einem Anschlagsszenario ausgesetzt, von dem wir alle hoffen, es nicht erleben zu müssen. Besonders geschulte Einsatztrainer simulierten mit Schnellfeuergewehren und Explosionsmitteln bewaffnete Attentäter. Im Team und unter gegenseitiger Sicherung mussten die Einsatzkräfte schnell, entschlossen und konsequent handeln. Im Gegensatz zu sonstigen Anti-Terrorübungen trainierten hier jedoch keine Spezialeinheiten, sondern Streifenbeamte und Angehörige der Mobilen Kontroll- und Überwachungseinheit der Bundespolizeidirektion Pirna.

An der realitätsnahen Übung beteiligten sich rund 500 Personen. Aus ganz Deutschland reisten in dieser Nacht Bundespolizisten an, um Verletzte, Reisende oder Attentäter zu simulieren bzw. die Übung als Schiedsrichter oder Funktionspersonal zu begleiten. Eine Übung in diesem Umfang, mitten im Zentrum einer Großstadt, stellt auch für die Bundespolizei ein Novum dar.

Heutzutage ist kein Anschlagsszenario mehr ohne die Zusammenarbeit mit den anderen Sicherheitsbehörden zu bewältigen. Deshalb nahmen neben der Polizeidirektion Leipzig, die Branddirektion Leipzig sowie die Deutsche Bahn AG an der Übung der Bundespolizei teil.

Die Ergebnisse und Erfahrungen aus dieser Nacht werden direkten Einfluss auf künftige Trainingsmaßnahmen haben.

Der Präsident der Bundespolizeidirektion Pirna, Jörg Baumbach, bilanziert:

“ ‚Ein Horrorszenario‘, womit die Frauen und Männer der Bundespolizei heute Nacht im Leipziger Hauptbahnhof konfrontiert wurden. Niemals mögen wir so einen Anschlag real erleben. Aber wenn es passiert, müssen wir darauf bestmöglich vorbereitet sein. Die Bundespolizei vor Ort hat schnell, aktiv und entschlossen gegen den oder die Täter vorzugehen, und genau das haben wir heute erfolgreich gesehen. Diese Übung hat meinen Einsatzkräften alles abverlangt.“

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Gestern Morgen wurden die Ortswehren Starbach, Raußlitz und Freiwillige Feuerwehr Nossen Ortswehr Ziegenhain um 08:05 Uhr zu einer ausgelösten Brandmeldeanlage in das Rewe GROUP Zentrallager Starbach alarmiert. Bei Ankunft der ersten Wehr drangen dunkle Rauchwolken aus der Entsorgungshalle. Auf das bestätigte Feuer hin, wurde die Ortswehr Nossen um 08:16 Uhr nachalarmiert.
Den ersten Kräften wurde mitgeteilt, dass keine Personen vermisst werden, allerdings hatten sich insgesamt 3 Personen bei ersten Löschversuchen eine Rauchgasvergiftung zugezogen und mussten durch den Rettungsdienst versorgt und in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Das größte Problem war die Lokalisation des Brandherdes, da die Verrauchung der Halle sehr stark war. Mit Hilfe der Wärmebildkamera gelang dieses und die Halle konnte mit 3 Belüftungsgeräten und des Rauch – und Wärmeabzuges entraucht werden. Die Brandstelle befand sich im Unterflurbereich des Förderbandes für die Müllpresse. Diese konnte mit Hilfe eines Trennschleifers geöffnet und anschließend das Brandgut abgelöscht werden. Somit war der Einsatz nach circa 2 Stunden beendet. Insgesamt waren 5 Trupps unter Atemschutz für die Löscharbeiten im Einsatz.
Die Einsatzverpflegung übernahm das REWE Logistikzentrum. Nach dem Einsatz konnten sich alle Einsatzkräfte in der Kantine mit warmen Kaffee und Tee, sowie einer großen Mahlzeit stärken. Auch das ist eine Art für die geleistete Arbeit Danke zu sagen.

Feuer im REWE Logistikzentrum in StarbachFeuer im REWE Logistikzentrum in StarbachFeuer im REWE Logistikzentrum in StarbachFeuer im REWE Logistikzentrum in StarbachFeuer im REWE Logistikzentrum in StarbachFeuer im REWE Logistikzentrum in StarbachFeuer im REWE Logistikzentrum in StarbachFeuer im REWE Logistikzentrum in Starbach

Foto/Text: Freiwillige Feuerwehr Nossen – Ortswehr Nossen

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Innenminister Markus Ulbig hat gestern sieben sondergeschützte Fahrzeuge an die sächsische Polizei übergeben. Die Beschaffung der Fahrzeuge erfolgte aus dem Anti-Terror-Paket, das der Freistaat #Sachsen im vergangenen Jahr beschlossen hat. Außerdem werden die neuen Schutzwesten, Helme, Plattenträger und Mitteldistanzwaffen präsentiert, die ebenfalls aus dem Anti-Terror-Paket stammen und für eine bessere Ausstattung der Polizeibeamten angeschafft wurden.

Innenminister Markus Ulbig: „Mit den gestern übergebenen sondergeschützten Fahrzeugen sind die Interventionskräfte der Polizei bei Terror- und Amoklagen noch besser ausgerüstet. Die Polizeibeamten können sich mit den Fahrzeugen geschützt an den Einsatzort begeben und eingreifen. Die Übergabe der sondergeschützten Fahrzeuge ist ein weiterer wichtiger Baustein für die moderne Ausstattung der sächsischen Polizei. Bereits gekauft und verteilt haben wir Stichschutzwesten, Plattenträger, Helme und neue Dienstwaffen, die ebenso zu einer sicheren Ausrüstung gehören. Der Staat muss und wird alles daran setzen, seine Bürger so gut wie möglich zu schützen. Dieser Herausforderung stellen wir uns in Deutschland und natürlich auch in Sachsen. Der Freistaat hat die Verstärkung der Sicherheitskräfte nicht erst seit den Terroranschlägen im Blick, sondern handelt bereits seit mehr als einem Jahr.“

Sondergeschützte Fahrzeuge
Bei den gepanzerten Fahrzeugen handelt es sich um neutrale Pkw des Typs Toyota Land Cruiser V8, die vor Beschuss schützen. Die Fahrzeuge verfügen über verstärkte Bremsen und Stoßdämpfer und sind mit Digitalfunk und Sondersignalanlage ausgestattet. Im Innenraum gibt es genügend Platz, sodass die Beamten mit Schutzwesten und Helmen darin sitzen können.
Zwei der sieben Fahrzeuge dienen künftig dem Spezialeinsatzkommando der Polizei Sachsen (SEK). Die übrigen fünf Fahrzeuge gehen an die fünf Polizeidirektionen im Freistaat Sachsen. Bei entsprechenden Einsatzlagen können die Autos landesweit eingesetzt werden. Alle Fahrzeuge sind sog. neuwertige Autos, die eine geringe Laufleistung aufweisen. Diese resultiert daraus, dass die Fahrzeuge so nicht beim Hersteller verfügbar waren und eine Spezialfirma diese als sondergeschützte Wagen aufrüsten musste. Eines der Fahrzeuge befand sich bereits im Dienst für das SEK und unterscheidet sich aufgrund technischer Weiterentwicklungen geringfügig. Das Fahrzeug wird für die Nutzung in der Polizeidirektion nachgerüstet.

Innenminister übergibt gepanzerte Fahrzeuge an die Polizei SachsenInnenminister übergibt gepanzerte Fahrzeuge an die Polizei SachsenInnenminister übergibt gepanzerte Fahrzeuge an die Polizei Sachsen

Schutzwesten mit Stichschutz
Seit Anfang 2016 werden neue ballistische Unterziehschutzwesten generell mit Stichschutz ausgeliefert. Bereits vorhandene ballistische Unterziehschutzwesten werden mit Stichschutz nachgerüstet oder komplett gegen neue getauscht. Die Auslieferung der schwarzen und rund drei Kilogramm schweren Westen läuft derzeit noch, rund 2.600 neue Exemplare mit Stichschutz wurden bereits ausgeteilt und rund 4.300 Stichschutzeinschübe für Bestandswesten beschafft. Die Unterziehschutzwesten werden individuell nach Maß angefertigt. Es gibt Damen- und Herrenmodelle. Nach einer Tragezeit von 18 Jahren oder bei Beschädigung werden die Westen gegen eine neue getauscht.

Helme
Die schwarzen ballistischen Helme sollen die Erstinterventionskräfte bei terroristischen Anschlägen, AMOK-Lagen oder Einsätzen mit Schusswaffen schützen. Der Helm kombiniert einen sicheren Schutz mit einem hohen Tragekomfort und wiegt nur rund 1,5 Kilogramm. Die sächsische Polizei hat ca. 1.600 solcher Helme für die Einsatzzüge und Polizeireviere der Polizeidirektionen, für die Bereitschaftspolizei und für Spezialkräfte angeschafft.

Plattenträger
Neun Kilogramm wiegen die dunkelblauen Plattenträger, die die Polizeibeamten vor Langwaffenbeschuss schützen. Die Schutzflächen des Plattenträgers reichen im Frontbereich vom Kehlkopf bis zum oberen Beinbereich und bestehen aus sieben Stand-Alone Platten. In besonderen Bedrohungslagen kann der Plattenträger schnell angelegt werden. Die Einsatzzüge und Polizeireviere der Polizeidirektionen sowie die Bereitschaftspolizei haben die 1.400 Plattenträger erhalten.

Mitteldistanzwaffen
Die Mitteldistanzwaffen – Gewehre – gelten als äußert präzise schießende, leicht zu bedienende und sehr zuverlässige Waffen. Die Polizei Sachsen hat 54 solche Waffen beschafft und diese an Einsatzzüge der Polizeidirektionen sowie an die Bereitschaftspolizei ausgereicht. Darüber hinaus wurden weitere Waffen für die Spezialkräfte der sächsischen Polizei beschafft und geliefert.

Sachsens Polizeivollzugsbeamte erhalten zudem seit Anfang 2016 eine neue Dienstwaffe, die Heckler & Koch SFP 9. Diese ermöglicht 15 statt bisher acht Patronen im Magazin und zeichnet sich durch eine bessere Handhabung aus. Die Umstellung wird 2018 abgeschlossen sein.

Für das Anti-Terror-Paket stehen rund 15 Millionen Euro zur Verfügung, davon entfallen rund neun Millionen Euro auf die gepanzerten Fahrzeuge, die Nachrüstung des Stichschutzes, die leichten ballistischen Helme, die Plattenträger und die Mitteldistanzwaffen.

Medieninformation Freistaat Sachsen

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#Görlitz (ots) – Innerhalb weniger Stunden stellte die Bundespolizei gestern in Krauschwitz bzw. in Bad Muskau insgesamt 409 verbotene Feuerwerkskörper sicher.

Bei der Kontrolle eines 20-Jährigen waren zunächst 90 Knaller gefunden worden. Später entdeckten die Beamten bei einem 27-Jährigen 100 Stück sowie bei einem 33-Jährigen 219 Stück Feuerwerk.

Bei den sichergestellten pyrotechnischen Erzeugnissen handelt es sich ausnahmslos um Produkte, denen die zwingend erforderliche Kennzeichnung bzw. Zulassungsbescheinigung fehlt. Darüber hinaus ist ein Teil der Böller der Kategorie 3 zugeordnet. Für den Umgang mit Feuerwerk dieser Kategorie verlangt der Gesetzgeber den Besitz einer behördlichen Erlaubnis. Keiner der Männer konnte den Besitz einer solchen Erlaubnis nachweisen.

Gegen die in den Landkreisen Kyffhäuser und Ludwigslust-Parchim bzw. in der Schweiz wohnenden Beschuldigten wurden Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz eingeleitet.

Original-Content von: Bundespolizeiinspektion Ludwigsdorf, übermittelt durch news aktuell

 

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Klingenthal (ots) – Mit Beginn des letzten Monats im Jahr nimmt die „Böllersaison“ wieder Fahrt auf, bei der vermehrt illegale Pyrotechnik nach Deutschland verbracht wird. Dabei handelt es sich um Feuerwerkskörper, deren Ungefährlichkeit bei sachgerechtem Umgang durch autorisierte Stellen nicht geprüft wurde und die deshalb auch keine entsprechende Kennzeichnung aufweisen. Darüber hinaus geht es um Kategorien von Feuerwerk, für die in Deutschland eine behördliche Erlaubnis vonnöten ist, um damit umgehen zu dürfen. Erfahrungsgemäß steigt dann auch bei der Bundespolizeiinspektion Klingenthal die Zahl derartiger Feststellungen, die als Ordnungswidrigkeit geahndet oder als Straftat verfolgt werden. Zudem werden Personen, bei denen diese Pyrotechnik sichergestellt wird, auch die Kosten der Vernichtung und Entsorgung auferlegt. Deshalb hat diese Dienststelle in ihrem Zuständigkeitsbereich zwischen Johanngeorgenstadt im Erzgebirge und dem vogtländischen Schönberg erneut eine Plakataktion entlang grenzüberschreitender Straßenverbindungen durchgeführt. Seit dieser Woche sind sie also kurz vor der Grenze wieder zu sehen, wenn man mit dem Auto von Deutschland nach Tschechien fährt. Dabei soll die doppeldeutige Aufforderung „Finger weg von verbotenen Feuerwerkskörpern!“ nicht nur vor rechtlichen, sondern vor allem auch gesundheitlichen Folgen warnen. Alljährlich sind in der gesamten Bundesrepublik verstärkt in der Zeit des Jahreswechsels Unfälle mit oft gravierenden Folgen zu verzeichnen, die durch solche Artikel verursacht werden. Darum rät die Bundespolizei grundsätzlich vom Kauf dieser Gegenstände im benachbarten Ausland ab. Wer dennoch darauf nicht verzichten will, sollte sich im Vorfeld genau informieren, was erlaubt ist und was nicht. Die Bundespolizeiinspektion Klingenthal wird besonders in den kommenden Wochen bei ihren stichprobenartigen Kontrollen entlang der deutsch-tschechischen Grenze diese Problematik im Blick haben.

Original-Content von: Bundespolizeiinspektion Klingenthal, übermittelt durch news aktuell

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