Waldbrand in Kiefersfelden – 9 Hubschrauber im Einsatz

Waldbrand in Kiefersfelden – 9 Hubschrauber im Einsatz

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Löscharbeiten eingestellt (Stand 21:15 Uhr)

Die Hubschrauberflüge, um den Brand auf dem Schwarzenberg in Kiefersfelden zu löschen, sind aufgrund der Dunkelheit eingestellt worden. Geplant ist, die Flüge morgen Früh um 08:30 Uhr wieder aufzunehmen.

Der Waldbrand ist nicht gelöscht. Eine Gruppe der Feuerwehr verbleibt als Brandwache an der Ramsauer Alm. Zudem stellt die Polizei eine Sicherheitswache im Mühltal.

Hubschrauber bleiben in der Nacht am Boden (Stand 20:05 Uhr)

Die Löscheinsätze der Hubschrauber werden mit Beginn der Dunkelheit eingestellt und morgen Früh fortgesetzt. Ein Hubschrauber mit Nachtsichtgerät bleibt zur Überwachung vor Ort. Zudem stellt die Bergwacht eine Drohne zur Verfügung.

Bei einem Überflug über den Schwarzenberg in Kiefersfelden stellte Kreisbrandrat Richard Schrank fest, dass der Brand etwa 300 bis 400 Meter breit und die Länge aus der Luft nicht einschätzbar war. Neun Hubschrauber sind im Einsatz, mehr sind aufgrund der Tallage nicht möglich.

Die Einsatzkräfte richteten zur Ramsauer Alm einen Pendelverkehr ein, um Löschwasser auf den Berg zu bringen. Feuerwehrkräfte nässen den Boden um ein Übergreifen der Flammen auf die Alm zu verhindern. Der Waldboden wird als torfartig beschrieben, was die Löscharbeiten erschwert. Insgesamt sind am Abend 250 Kräfte von Feuerwehr, Bergwacht, Polizei und Rettungsdienst vor Ort.

Der stellvertretende Landrat des Landkreises Rosenheim Josef Huber machte sich im Einsatzgebiet ein Bild von der Lage. Er lobte die Einsatzkräfte für ihre hervorragende Zusammenarbeit und hohe Motivation. Seine Hoffnung für die Nacht sind viel Regen und kein Wind.

Flammen breiten sich aus (Stand 18:45 Uhr)

Der Waldbrand in der Gemeinde Kiefersfelden ist nicht unter Kontrolle. Angefacht von einem böigen Wind breiten sich die Flammen weiter aus.

Derzeit sind acht Hubschrauber im Einsatz, ein neunter ist im Anflug. Die angeforderten Flughelfer aus Bad Tölz sind im Start- und Landegebiet der Hubschrauber in Mühlau eingetroffen und unterstützen die Flughelfer aus dem Landkreis Rosenheim.

Die Hubschrauber bringen mit so genannten Außenlastbehältern Löschwasser in den Bereich des brennenden Bergwaldes. Sie haben ein Fassungsvermögen von 900 Litern, 1.000 Litern, 1.500 Litern und 4.000 Litern.

Schwierige Brandlöschung (Stand 17:50 Uhr)

Der Waldbrand in der Gemeinde Kiefersfelden kann nur aus der Luft bekämpft werden. Das Gelände ist so steil und die Winde so unberechenbar, dass Einsatzkräfte nicht in die Nähe des Brandherds eingesetzt werden können. Sie haben sich über die einzig mögliche Straße dem Feuer genähert und positioniert, um ein Übergreifen der Flammen auf die Ramsauer Alm zu verhindern. Die Personen, die sich auf der Alm aufhielten, wurden evakuiert.

Die Größe des Brandherds kann wegen der schwierigen Verhältnisse vor Ort und der Rauch-entwicklung nur geschätzt werden. Die Fläche soll demnach 200 Meter Mal 300 Meter betragen.

Derzeit sind vier Hubschrauber der Bayerischen Landespolizei, einer der Bundespolizei, einer des privaten Rettungsdienstes MHW und einer aus Tirol im Einsatz. Zwei weitere Maschinen aus Tirol sind im Anflug. Die Hubschrauber werden im Bereich Mühlau mit Wasser und Kerosin versorgt.

Aktuell sind rund 200 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei, Rettungsdienst und Bergwacht im Einsatzgebiet tätig. Zur Versorgung der Hubschrauber sind weitere Flughelfer aus Bad Tölz an-gefordert.

Katastrophenfall ausgerufen (Stand: 17:00 Uhr)

Aufgrund des Waldbrands im Gemeindegebiet von Kiefersfelden hat der stellvertretende Landrat des Landkreises Rosenheim Josef Huber den Katastrophenfall erklärt. Es gibt zwei Gründe für diese Entscheidung. Zum einen handelt es sich um ein koordinierungsbedürftiges Schadensereignis, da hier verschiedenste Einsatzkräfte unterwegs sind. Diesen Einsatzkräften werden alle Mittel zur Verfügung gestellt, um den Brand zu löschen. Zum anderen gibt es eine Warnung des Deutschen Wetterdienstes, dass starke Sturmböen zu erwarten sind.

Text: Landkreis Rosenheim

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