Orkantief Oriana sorgt für viele Einsätze in Hamburg

Orkantief Oriana sorgt für viele Einsätze in Hamburg

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Hamburg (ots) -Einsatzarten: 19 x Wasser (Beseitigung von Wasserschäden), 269 x DRZF (Beseitigung von herabgefallenen Gegenständen und umgestürzten Bäumen), 4 x THZUG (Technische Hilfeleistung mit Beteiligung von Schienenfahrzeugen), 1 x THY (Technische Hilfeleistung mit Menschenrettung), 1 x THWAY (Technische Hilfeleistung mit Menschenrettung aus Gewässer)

Nachdem am gestrigen Abend das Orkantief Oriana über Norddeutschland und Hamburg hinweggezogen ist, hat die Feuerwehr Hamburg in ihrer Bilanz bis heute Morgen 10.00 Uhr über 300 wetterbedingte Einsätze zu verzeichnen.

Darunter waren vier Technische Hilfeleistungseinsätze mit Beteiligung von U- und S- Bahnen, bei denen umgestürzte Bäume oder abgeknickte Äste ins Gleisbett gefallen waren und die Weiterfahrt behinderten.

Am Außenmühlendamm in Hamburg Wilstorf wurden eine männliche und eine weibliche Person von einem umgestürzten Baum getroffen, eingeklemmt und schwer verletzt. Sie konnten bereits vor Eintreffen der alarmierten Einsatzkräfte von Passanten befreit werden und wurden nach rettungsdienstlicher Versorgung mit Rettungswagen notarztbegleitet in ein nahegelegenes Krankenhaus befördert.

Auf der Außenalster wurde ein Segelboot, besetzt mit zwei Personen von einer Windböe erfasst und zum kentern gebracht. Auch hier gelang es anderen Wassersportlern noch vor Eintreffen der Rettungskräfte die Personen aus dem Wasser zu retten und an Land in Sicherheit zu bringen. Beide Personen verblieben nach Sichtung durch einen mitalarmierten Notarzt unverletzt auf eigenen Wunsch an der Einsatzstelle.

Am Bahnhof Elbgaustraße war ein mit rund 300 Fahrgästen besetzter Regionalzug der Nordbahn etwa 300 Meter vor dem Bahnhof auf freier Strecke, infolge einer aus bisher unbekannter Ursache abgerissenen Fahrstrom-Oberleitung, stehengeblieben. Aufgrund der Witterungsverhältnisse, den damit verbundenen Außentemperaturen und durch die ausgefallene Klimatechnik des Zuges klagten drei Personen über Kreislaufbeschwerden und informierten die Rettungsleitstelle der Feuerwehr Hamburg. Daraufhin wurden ein Notarztwagen, zwei Rettungswagen, ein Löschfahrzeug und ein Führungsdienst (B-Dienst) zur Einsatzstelle Elbgaustraße alarmiert. Nach Sichtung der Fahrgäste durch einen Notarzt und Notfallsanitäter und in Absprache mit dem Notfall-Manager der Deutschen Bahn entschied der Einsatzleiter dann den Zug zu evakuieren. Mit Unterstützung einer nachgeforderten Freiwilligen Feuerwehr gelang es den Einsatzkräften nach Sicherung der Gleisanlage alle Fahrgäste sicher aus dem havarierten Zug in den Bahnhofsbereich zu evakuieren. Hierbei mussten Rollstuhlfahrer, gehbehinderte Menschen, Mütter mit Kinderwagen und ältere Mitbürger, unter anderem auch unter Zuhilfenahme einer speziellen Rettungslore, durch das Gleisbett in den Bahnhof begleitet werden. Die drei erkrankten Patienten wurden nach rettungsdienstlicher Versorgung mit Rettungswagen der Feuerwehr Hamburg in umliegende Krankenhäuser befördert. Anschließend wurde die Einsatzstelle der Bundespolizei und dem Notfallmanager der Deutschen Bahn übergeben.

Um alle Notrufe und Einsätze zeitgerecht bearbeiten zu können wurde das Personal in der Rettungsleitstelle der Feuerwehr Hamburg um 12 Beamte aus der dienstfreien Zeit und von den Feuer- und Rettungswachen verstärkt. Die Freiwillige Feuerwehr war in der Spitze mit bis zu 50 Einsatzfahrzeugen neben 14 Löschgruppen der Berufsfeuerwehr im Einsatz.

Original-Content von: Feuerwehr Hamburg, übermittelt durch news aktuell

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