Langeoog: Bergung von havariertem Frachter dauert noch Tage

Langeoog: Bergung von havariertem Frachter dauert noch Tage

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Langeoog. Gestern Nachmittag haben das Boardingteam und die Spezialisten des Bergungsteams die GLORY AMSTERDAM inspiziert. In einer ersten Auswertung
kommen Spezialisten zu dem Ergebnis, dass das Schiff derzeit keine erkennbaren strukturellen Schäden aufweist. Ein technischer Defekt an der Ruderanlage wurde
untersucht. Die Benutzung des Ruders ist derzeit nicht möglich. Ein Mechaniker ist im Auftrag der Reederei auf dem Weg zum Havaristen; er wird versuchen die
Ruderanlage zu reparieren.

Das Verletztenversorgungsteam (VVT) hat die Besatzung ärztlich betreut. Die Besatzungsmitglieder haben keine gesundheitlichen Beschwerden und bleiben an Bord des Havaristen. Das VVT hat das Schiff inzwischen verlassen. Ein Spezialist des Bergungsteams bleibt ebenfalls an Bord. Das zusätzliche Boardingteam wurde aus dem Einsatz entlassen.

Der Schüttgutfrachter GLORY AMSTERDAM (L 225m, B: 32,26m; Flagge: Panama) liegt weiterhin rund 2,2 km vor Langeoog auf Grund. Das von der Reederei beauftragte Bergungsunternehmen und die Experten des Havariekommandos erarbeiten ein Bergungskonzept. Am morgigen Tag werden Bergungsmaßnahmen vorbereitet. Für den nächsten Schleppversuch muss weiteres Einsatzmaterial angefordert werden.

Das Ölüberwachungsflugzeug des Havariekommandos konnte auf den regelmäßigen Kontrollflügen bisher keinen Schadstoffaustritt am Havaristen feststellen. Der Hochseeschlepper NORDIC und das Mehrzweckschiff MELLUM sind weiterhin vor Ort.

Text/Foto: Havariekommando / Bundespolizei

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