Hochwasserlage im Landkreis Gifhorn – Amtshilfe für Hildesheim

Hochwasserlage im Landkreis Gifhorn – Amtshilfe für Hildesheim

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Bereits in der Nacht zum Mittwoch wurden im Bereich Isenbüttel die ersten Feuerwehren alarmiert, weitere Wehren der Samtgemeinde kamen gegen 3 und 6:30 Uhr dazu. Dabei waren die Züge Ost und West der Samtgemeinde – somit alle acht Ortswehren der Samtgemeinde –  im Einsatz, dazu kamen von der Samtgemeinde Papenteich die Züge drei und vier. Es kam wasserbedingt zur Sperrung der überfluteten K114/ Tangente. Ob diese bis zum morgendlichen Berufsverkehr wieder freigegeben werden kann ist zurzeit noch nicht absehbar.
Auch das Isenbüttler Gewerbegebiet ist erheblich in Mitleidenschaft gezogen worden, so dass zahlreiche Flächen abgepumpt werden musste. Weitere Einsätze waren in Allerbüttel und Wettmershagen, wo auch Keller ausgepumpt wurden. Gegen Abend wurden auch ein Einsatzzug aus dem Stadtgebiet Gifhorn in die Samtgemeinde Isenbüttel beordert.
Im Bereich Meine waren ebenfalls zahlreiche Feuerwehren über den Tag im Einsatz, um unter anderem die Kanalisation zu entlasten.
Wie bereits berichtet, hat es den Landkreis Hildesheim besonders schwer getroffen. „Um 6 Uhr habe ich die Information der Anforderung über die Leitstelle erhalten“, so Kreisbrandmeister Thomas Krok. Aus dem Grund wurden in den Morgenstunden die Züge aus Wesendorf, Hankensbüttel und Wittingen alarmiert. Ein Gerätewagen aus Gifhorn für die Verpflegung der Einsatzkräfte komplettierte die Einheit.
 „Um 9 Uhr fand die erste Lagebesprechung mit der Kreisfeuerwehrführung statt und dem Landkreis Gifhorn statt.“ Rund 120 Feuerwehrleute fuhren dann im Verband nach Hildesheim. „Hier war ein Zug mit der Befüllung von zahlreichen Sandsäcken beschäftigt“, so Julian Hawellek, Pressesprecher der Kreisfeuerwehr und mit im Einsatz in Hildesheim. „Die anderen beiden Züge halfen an der Wasserkante die endlosen Säcke zu Dämmen zu schichten.“ Die Lage in Hildesheim ist so prekär, dass die mit Sandsäcken vollgeladenen Lastkraftwagen mit Polizeieskorten zu den einzelnen Einsatzstellen geleitet werden. Damit wird sichergestellt, dass der Nachschub an Sandsäcken möglichst schnell zur Verfügung steht. „Wir werden bei unserer Arbeit von zahlreichen freiwilligen Helfern aus der Bevölkerung unterstützt“, so der Leiter der aus Gifhorn entsandten Einheit, Horst Germer. „
Hier an der Sandsackfüllstation sind allein über 150 Menschen, bringen Essen und Getränke, fassen mit an, oder sagen einfach nur Danke das ist echt beeindruckend“, so Jens Dieckmann, stellvertretende Kreisbrandmeister Gegen 23 Uhr wird die Gifhorner Bereitschaft von Einsatzkräften aus dem Bereich Uelzen abgelöst. Für die Feuerwehrmitglieder geht es dann zurück in den Landkreis Gifhorn.
Eine weitere Besprechung der Kreisfeuerwehrführung und des Landkreises folgte um 13 Uhr. Kreisbrandmeister Thomas Krok informierte alle Stadt- und Gemeindebrandmeister über den aktuellen Sachstand.
Carsten Schaffhauser, Kreisfeuerwehrpressestelle LK Gifhorn

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