Großeinsatz: Mehrere tausend Strohballen brennen bei Müden

Großeinsatz: Mehrere tausend Strohballen brennen bei Müden

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Foto: Carsten Schaffhauser, Samtgemeindepressesprecher

Müden. Rund 8.000 Strohballen wurden bei einem Feuer heute nördlich von Müden zerstört. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr sind immer noch im Einsatz. Die Polizei beziffert den Schaden nach ersten Schätzungen auf über 100.00 Euro, Personen kamen nicht zu Schaden. Kurz nach sieben Uhr in der Früh war das Feuer von Mitarbeitern der Biogasanlage entdeckt und gemeldet worden, als kurze Zeit später die ersten Einsatzkräfte eintrafen, brannten schon mehreren hundert Ballen. „Wir haben sofort eine Riegelstellung aufgebaut und versucht, das weitere Übergreifen der Flammen zu verhindern“, so Sven J. Mayer, Samtgemeindebrandmeister und Einsatzleiter. Dazu kamen mit Radladern und Teleskopladern auch schweres Gerät der Biogasanlage zum Einsatz. „In nördliche Richtung konnten wir das Ausbreiten verhindern, in südliche Richtung konnten sich die Flammen weiter ausbreiten.“ So wurde zeitnah die Alarmstufe erhöht, schließlich waren elf der 13 Feuerwehren der Samtgemeinde mit über 100 Mitgliedern im Einsatz. „Zwei Wehren wurden nicht alarmiert, sie stehen bereit, falls die Feuerwehr an anderer Stelle in der Samtgemeinde auch noch benötigt werden sollte.“ An vier Unterflurhydranten und Bohrbrunnen wurden Wasserentnahmestellen errichtet, das Wasser in Richtung Brandherd befördert. Dazu wurde mit drei Tanklöschfahrzeugen im Pendelverkehr Wasser aus rund eineinhalb Kilometer Entfernung zum Brandherd gebracht. Das Löschen von Stroh ist nicht ganz einfach: Die unzähligen Ballen mussten mit dem schweren Gerät auseinandergezogen und dann einzeln abgelöscht werden. Damit das Löschwasser besser in das Stroh eindringen kann, wurde Schaum als Netzmittel beigemischt. Dadurch wird die Oberflächenspannung des Wassers herabgesetzt, es dringt besser ein. Dichte Rauchwolken behinderten zudem die Arbeiten und führten dazu, dass die Feuerwehr nur unter Atemschutz vorgehen konnte. Zur Absicherung der Einsatzkräfte stand die Schnell- Einsatz- Gruppe (SEG) mit einem Rettungswagen parat. Außerdem versorgte die SEG auch die Einsatzkräfte mit Speisen und Getränken. Zur Entstehung des Brandes kann bisher noch nichts gesagt werden, die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Die Löscharbeiten dauern zur Stunden noch an, ein Ende wird frühestens heute Abend erwartet.

Pressemitteilung: Kreisfeuerwehr Gifhorn

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