Flammen zerstören Sportheim in Groß Brunsrode

Flammen zerstören Sportheim in Groß Brunsrode

1076
0
TEILEN
Foto: Freiwillige Feuerwehr Groß Brunsrode

Groß Brunsrode. Großeinsatz der Feuerwehren in der Gemeinde Lehre. Bereits auf der Anfahrt konnte man eine starke Rauchentwicklung erkennen. Der erste Trupp rückte dann unter schwerem Atemschutz zur Rückseite des Gebäudes vor, wo die Rauchentwicklung ihren Ursprung hatte und fand dort einen in voller Ausdehnung brennenden Geräteschuppen vor. Das Feuer hatte bereits auf das Flachdach übergegriffen und es war notwendig zusätzlich einen Innenangriff zu starten. Somit rüstete sich ein zweiter Trupp aus und verschaffte sich Zutritt zum Gebäude. Mit einem Trennschleifer wurde das Gitter vor der Tür entfernt und die Tür mit schwerem Gerät geöffnet. Bereits zu diesem Zeitpunkt war klar, dass dies einer der größten Einsätze in der Geschichte des kleines Ortes werden würde.
Mit mehreren Trupps im Innen- und Außenangriff, sowie über die Drehleiter, wurde versucht, das Feuer unter Kontrolle zu bringen. Dies gestaltete sich allerdings extrem schwierig – sowohl Innen als auch Außen, musste die komplette Decke und Dachhaut geöffnet werden, um an das Feuer zu gelangen. Dies erforderte einen enormen Personalaufwand und es wurden alle Feuerwehren der Gemeinde zur Unterstützung alarmiert. Ebenfalls zur Einsatzstelle wurde die Kreisfeuerwehr mit dem AB-ASTRA (Atemschutz-Strahlenschutz) beordert, um für den Nachschub an Atemschutzgeräten zu sorgen.

Es kam mehrmals zu Durchzündungen und mehrere Teile des Daches stürzten ein. Das Feuer breitete sich im gesamten Dach des Sportheims aus.
Im weiteren Einsatzverlauf wurde mit einem Schaumrohr und über die Drehleiter versucht, das Feuer mit Schaum unter Kontrolle zu bringen. Insgesamt waren damit vier C-Rohre und zwei Schaumrohre im Einsatz um das Feuer zu bekämpfen. Durch diesen massiven Löschangriff wurde viel Wasser am Einsatzort benötigt, der mehrere hundert Meter außerhalb des Dorfes liegt. Zu Beginn des Einsatzes wurde die Wasserversorgung durch einen Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen gewährleistet. Dann kam der Schlauchwagen zum Einsatz und es wurde eine ca. 1200m lange Schlauchleitung ins Dorf gelegt.
Nach geraumer Zeit wurde dann ein deutlicher Löscherfolg sichtbar und der Einsatzleiter konnte „Feuer unter Kontrolle“ melden. Dann begannen die mühevollen Nachlöscharbeiten, bei denen die Glutnester in der Dämmwolle im Dach gefunden und abgelöscht werden mussten. Dies zog sich über einen langen Zeitraum hin und erforderte viel Personal. Gegen ca. 18 Uhr konnten die ersten Kräfte von der Einsatzstelle abrücken und es blieben ca. 40 Kräfte von der Feuerwehr Lehre und von Uns am Einsatzort zurück, um die restlichen Arbeiten zu erledigen. Es wurden von der Drehleiter und im Innenangriff die letzten Glutnester abgelöscht. Um ca. 20:30 Uhr wurden bei einer letzten Kontrolle mit der Wärmebildkamera keine weiteren Glutnester mehr gefunden und wir konnten die letzten Schlauchleitungen Zurückbauen. Gegen 21 Uhr konnten wir die Einsatzstelle verlassen.
Insgesamt im Einsatz waren 125 Feuerwehrkräfte mit 25 Fahrzeugen. Im Innen- und Außenangriff waren 40 Atemschutztrupps eingesetzt, um das Feuer zu bekämpfen. Nach dem Einsatz waren die letzten Kräfte noch bis ca. 1 Uhr damit beschäftigt die Einsatzbereitschaft wieder herzustellen und Schläuche in Helmstedt zu tauschen. Damit waren die Feuerwehr Groß Brunsrode mit 18 Kameraden elf Stunden im Einsatz.
Laut der Ermittlungen der Polizei ist das Feuer in einer Restmülltonne an der Rückseite des Gebäudes ausgebrochen. Der Sachschaden wird auf über 100.000 Euro geschätzt.

Fotos/Text: Freiwillige Feuerwehr Groß Brunsrode

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT