Fahrdienstleister nach Zugunglück in Aichach festgenommen

Fahrdienstleister nach Zugunglück in Aichach festgenommen

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Aichach – Am Montag gegen 21.15 Uhr war ein Personenzug auf der Strecke von Augsburg in Richtung Ingolstadt unterwegs. Wenige hundert Meter vor der Einfahrt in den Bahnhof Aichach kollidierte der Zug der Bayerischen Regiobahn frontal mit der Lok eines stehenden Güterzugs.

Der Lokführer des Personenzugs und eine Passagierin wurden dabei so schwer verletzt, dass sie noch an der Unfallstelle ihren Verletzungen erlagen.

Stand: 10.50 Uhr

Nach bisherigen Erkenntnissen wird davon ausgegangen, dass der Unfall auf menschliches Versagen zurückzuführen ist. Der 24-jährigen Fahrdienstleiter wurde wegen des dringenden Verdachts der fahrlässigen Tötung des 37-jährigen Lokführers sowie der 73-jährigen Passagierin vorläufig festgenommen.
Die Staatsanwaltschaft Augsburg prüft aktuell, ob ein Haftbefehl beim Amtsgericht Augsburg -Ermittlungsrichter – beantragt wird. Der zuständige Abteilungsleiter der Staatsanwaltschaft
Augsburg hat sich hierzu vor Ort begeben, um einen persönlichen Eindruck von den Ereignissen zu gewinnen.

Die Ermittlungen durch die Kriminalpolizei Augsburg zum Unfallhergang dauern an. So wird im Laufe des Vormittags ein Gutachter die Unfallfallstelle in Augenschein nehmen.

Unmittelbar nach der Kollision entfernten sich etwa 15 Passagiere der Regiobahn, noch bevor Einsatzkräfte deren Personalien erheben konnten.
Die Kriminalpolizei bittet diese Fahrgäste nun dringend darum, sich unter Tel. 0821/323-3810 (24 Stunden erreichbar) zu melden.

Text: Polizei Bayern

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