Brand in Biogasanlage – Verpuffung sorgt für hohen Sachschaden

Brand in Biogasanlage – Verpuffung sorgt für hohen Sachschaden

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Foto: Feuerwehr Müden-Dieckhorst

Müden/Aller (ots) – Hoher Sachschaden entstand beim Brand einer Biogasanlage am Donnerstagvormittag in Müden/Aller. Menschen wurden nicht verletzt. Bei Reparaturarbeiten an einer Folie, die mit einer Heißluftpistole durchgeführt wurden, kam es zu einer Verpuffung, in deren Folge zunächst die Folie selbst in Brand geriet. Das Feuer griff danach auch auf das im Behälter befindliche Gut über. Innerhalb kurzer Zeit trafen rund 80 Einsatzkräfte aus 11 Ortsfeuerwehren der Samtgemeinde Meinersen am Brandort ein und bekamen das Feuer schnell unter Kontrolle. Dennoch ist der Sachschaden mit rund 250.000 Euro beträchtlich.

Original-Content von: Polizeiinspektion Gifhorn, übermittelt durch news aktuell

Bericht des Samtgemeindefeuerwehrpressesprechers:

Müden. Nahezu alle Feuerwehren der Samtgemeinde Meinersen wurden heute Vormittag kurz vor 11 Uhr alarmiert. Bei uns in Müden brannte es in der Biogasanlage, Personen kamen nicht zu Schaden. „Auf der Anfahrt hieß es, dass die gesamte Biogasanlage brennen sollte“, so der Einsatzleiter und stellvertretende Samtgemeindebrandmeister Gerald Bergling. „Aus dem Grund haben wir die Alarmierungsstufe erhöhen lassen.“ Elf der 13 Feuerwehren der Samtgemeinde Meinersen eilten nach Müden. „Bei unserem Eintreffen erfuhren wird, dass es an einem Gärbehälter, einen so genannten Fermenter, eine Verpuffung gegeben hat“, so Bergling weiter. Durch die Verpuffung war die Dachplane eingebrochen, Teile der Plane hatten Feuer gefangen. „Wir gingen mit mehreren Trupps unter schwerem Atemschutz vor“, sagte der Einsatzleiter. So konnten die brennenden Planenteile schnell gelöscht werden. Rund vier Quadratmeter der Plane wurden ein Opfer der Flammen. Um die beschädigte Plane von dem Fermenter zu heben, kam ein großer Autokran zum Einsatz. Mit diesem wurde versucht, die Plane von dem Gärbehälter zu heben. Leider riss dabei die Plane ein, so dass sie komplett in den Fermenter fiel. Gegen 16 Uhr konnte die Feuerwehr einrücken.
Die Schnell- Einsatz- Gruppe des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) war mit einem Rettungswagen im Einsatz.
Nach Mitteilungen der Polizei kam es durch Wartungsarbeiten einer Fachfirma an der Folie zu einer Verpuffung, wahrscheinlich ausgelöst durch Arbeiten mit einer Heizluftpistole. Nach Mitteilung der Betreiber bestand zu keinem Zeitpunkt eine Gefährdung für die Umwelt.
Der Sachschaden beläuft sich nach Angaben der Betreiber auf 250.000 Euro.

Fotos: Timm Bußmann (Feuerwehr Müden-Dieckhorst)

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