Brände bei Ludwigslust-Parchim: Massive Löschmaßnahmen zeigen Wirkung, THW pumpt Wasser in die...

Brände bei Ludwigslust-Parchim: Massive Löschmaßnahmen zeigen Wirkung, THW pumpt Wasser in die Glutnester

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3000 Liter pro Minuten aus dem Ludwigsluster Kanal sollen akute Brand- und Explosionsgefahr entschärfen / Weiterhin Straßensperrungen in der Region

Seit heute früh um 6 Uhr pumpt das Technische Hilfswerk (THW) große Wassermengen in das Waldbrandgebiet an der Autobahn 14 bei Groß Laasch (Landkreis Ludwigslust-Parchim). Mit Hilfe von Pumpen fördern Einsatzkräfte das Löschwasser über Schlauchverbindungen aus dem Ludwigsluster Kanal – etwa 3000 Liter pro Minute. Damit der Kanal nicht leer läuft, wird das vom Schweriner See kommende Wasser angestaut. Begleitet wird dieses Verfahren von Fachleuten des Wasser- und Schifffahrtsamtes und des Wasser- und Bodenverbandes „Untere Elde“.

Die Technische Einsatzleitung hatte sich am späten Freitagabend in enger Abstimmung mit Fachberatern unterschiedlicher Gebiete zu dieser Maßnahme entschlossen, weil die bisherige Bekämpfung des Brandes mit Hilfe eines Hubschraubers der Bundeswehr sowie mit einem Lösch- und einem Bergepanzer allein nicht die erhofften Erfolge brachte. Mit einer Wärmebildkamera der Polizei aufgenommene Luftbilder zeigen, dass sich unterirdische Brandnester weiter ausbreiten. In Verbindung mit den im Wald befindlichen Munitionsresten ist die Lage nach Einschätzung der Einsatzleitung weiterhin hoch gefährlich.

Die 1000 Meter-Sperrzone um das betroffene Waldstück bleibt deshalb weiterhin bestehen. Gleiches gilt für die Straßensperrungen. Aufgrund der weiterhin akuten Brand- und Explosionsgefahr bleiben die nur etwa 50 Meter von Brandort verlaufende A 14 vom Autobahnkreuz Schwerin bis zur Anschlussstelle Grabow, die B 191 zwischen Ludwigslust und Neustadt-Glewe sowie weitere Straßen in der Umgebung von Groß Laasch gesperrt.

Das Feuer war am 4. Juli auf einer fünf Hektar großen Ackerfläche entstanden und hatte durch heftigen Wind auf ein etwa 20 Hektar großes Waldstück an die A 14 übergegriffen. Als große Gefahr erwies sich im Wald befindliche Munition aus dem 2. Weltkrieg, die durch die Hitzeentwicklung explodierte und Feuerwehrleute zu verletzen drohte. Aus Sicherheitsgründen mussten die Brandbekämpfer 1000 Meter Sicherheitsabstand zum Brandgeschehen halten und die Löscharbeiten vom Boden aus einstellen.

Text: Landkreis Ludwigslust-Parchim

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