Bombenentschärfung in Badenstedt erfolgreich

Bombenentschärfung in Badenstedt erfolgreich

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Eine alliierte #Fliegerbombe konnte in #Badenstedt kurz nach Mitternacht erfolgreich entschärft werden. Zirka 15.000 Personen waren im Vorfeld aufgefordert worden, den Sperrbereich zu verlassen. #hannbombe

Bei Tiefbauarbeiten wurde am Donnerstagnachmittag an der Kreuzung Am Soltekampe Ecke Badenstedter Straße die 250 Kilogramm schwere Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg freigelegt. Die Bombe mit zwei Aufschlagzündern musste noch in der Nacht unschädlich gemacht  werden.

Vor der Entschärfung war es erforderlich, einen Sicherheitsbereich mit einem Radius von rund 1.000 Metern um den Bombenfundort zu evakuieren. Die etwa 15.000 Einwohnerinnen und Einwohner des betroffenen Bereiches in Badenstedt waren aufgefordert, um 21:00 Uhr ihre Häuser und Wohnungen zu verlassen.

Nach Abschluss der Evakuierung konnten die Spezialisten vom Kampfmittelbeseitigungsdienst Niedersachsen (KBD) um 03:13 Uhr die Arbeit an der Bombe aufnehmen.

„Die besonderen Herausforderungen bezüglich der Bevölkerungsstruktur sowie auch die beengte Raumsituation an der Betreuungsstelle haben sicherlich dazu geführt, dass es zu Verzögerungen gekommen ist. Massive Behinderungen konnten jedoch dank des Engagements aller Einsatzkräfte minimiert werden. Was jedoch bleibt, sind einige uneinsichtige Einwohnerinnen und Einwohner, die die Räumaktion nicht unwesentlich verzögert haben“, so abschließend der Leiter der Feuerwehr Claus Lange, der sichtlich erleichtert war, als ihn die Meldung von der Entschärfung um 03:43 Uhr erreichte. Er bedankte sich besonders bei den ehrenamtlichen Einsatzkräften von Hilfsorganisationen und Freiwilligen Feuerwehren.

Der KBD entfernte die Aufschlagzünder der Fliegerbombe und konnte damit die Entschärfung erfolgreich abschließen.

Vom Eingang der ersten Meldung bis zum Abschluss der Maßnahmen war die Feuerwehr Hannover mehr als 12 Stunden im Einsatz. Eingesetzt waren insgesamt 860 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Hilfsorganisationen, Polizei und KBD. Beim gemeinsamen Bürgertelefon von Feuerwehr Hannover, Region Hannover und Polizei gingen bis 04:30 Uhr 1.775 Anrufe ein.

Insgesamt kamen rund 1.800 Bürgerinnen und Bürger in die im Vorfeld eingerichtete Betreuungsstelle in der Sporthalle der IGS Linden. 217 Personen mussten aus ihren Wohnungen sowie zwei Alten- und Pflegeheimen mit Krankentransportwagen in die Betreuungsstellen gebracht werden. In den beiden Alten- und Pflegeheimen waren insgesamt 196 Personen untergebracht, die teilweise auch mit Bussen transportiert werden konnten, da sie gehfähig waren.

Pressemeldung Stadt Hannover

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