Ein schwerer Brand hat am Samstagabend (17. Oktober 2026) ein Wohnhaus an der Straße Zur Wegschere unbewohnbar gemacht. Alle Bewohner und zwei Hunde konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen. Eine Nachbarin erlitt bei der Hilfe zur Evakuierung eine leichte Rauchgasvergiftung. Die Feuerwehr verhinderte, dass die Flammen auf das unmittelbar angrenzende Haus übergriffen.
Um 20.24 Uhr gingen bei der Feuerwehr Bochum mehrere Notrufe ein. Die Anrufer berichteten von starkem Rauch und Flammen aus einem Wohngebäude. Als die ersten Einsatzkräfte eintrafen, brannte es bereits in mehreren Räumen des ersten Obergeschosses. Auch der Dachstuhl des zweigeschossigen Hauses stand zu diesem Zeitpunkt in Brand.
Die Bewohner hatten das Gebäude bereits verlassen. Eine Nachbarin, die ihnen dabei geholfen hatte, wurde vom Rettungsdienst versorgt und zur weiteren Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht.
Dachteile eingestürzt – Löscharbeiten nur von außen möglich
Da Teile des Daches bereits eingestürzt waren, konnten die Feuerwehrkräfte das Haus nicht mehr sicher betreten. Sie bekämpften den Brand deshalb ausschließlich von außen. Zum Einsatz kamen vier Strahlrohre sowie ein weiteres Rohr über eine Drehleiter.
Besonderes Augenmerk galt dem direkt angrenzenden Nachbargebäude. Um es vor den Flammen zu schützen, löschten die Einsatzkräfte auch von einem dort vorhandenen Baugerüst und von der Rückseite der Häuser aus. Nach rund 45 Minuten war das Feuer unter Kontrolle. Eine Ausbreitung auf das Nachbarhaus konnte verhindert werden.
Aus dem benachbarten Gebäude brachten Feuerwehrleute außerdem zwei Katzen in Sicherheit. Beide Tiere blieben unverletzt und wurden ihren Besitzern übergeben.
Aufwendige Nachlöscharbeiten wegen Einsturzgefahr
Die anschließenden Nachlöscharbeiten gestalteten sich schwierig. Wegen der anhaltenden Einsturzgefahr mussten auch diese von außen über eine Drehleiter erfolgen.
Insgesamt waren rund 50 Feuerwehrkräfte im Einsatz. Die Berufsfeuerwehr wurde von den freiwilligen Löscheinheiten Altenbochum, Bochum-Mitte und Nord unterstützt.
Das ausgebrannte Wohnhaus ist derzeit nicht bewohnbar. Die betroffenen Bewohner fanden vorübergehend bei Verwandten Unterkunft. Die Polizei Bochum hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

